Heizungen ab 2024

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Heizungen ab 2024

WindSolarMobil - Infos zur Energie- und Verkehrswende
Veröffentlicht von Daniel Wurst in Heizungen · Freitag 21 Apr 2023
Es gibt einige Änderungen bei Gas- und Ölheizungen durch das neue Gesetz, aber alles halb so wild, siehe

Dämmung, Heizung & Co.
Das soll 2024 Pflicht für Eigentümer werden

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Ist in der Immobilie ein Heizsystem vorhanden, das fossile Brennstoffe nutzt, so kann es bis zum 31.12.2044 weiter genutzt werden. Selbst Reparaturen gestattet das Gesetz bis zu dem Zeitpunkt.

Wird jedoch ab Januar 2024 die Heizung ausgetauscht oder eine neue installiert, so muss sie zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

(Quelle: t-online.de - aktualisiert am 21.04.2023)

Wer ein altes Haus besitzt muss nichts überstürzt entscheiden und kann die nächsten 20 Jahre alles beim Alten belassen. Denn eine Wärmepumpe, Dämmungen, neue Fenster u.ä. kosten viel Geld, das nicht alle Hausbesitzer aufbringen können, vor allem wenn sie Rentner sind und kein großes Vermögen haben.

Besitzer älterer Häuser können auf eine andere Weise zum Klimaschutz beitragen, wenn sie auf Flüge in ferne Länder verzichten oder statt ein E-Auto mit 2 Tonnen Gewicht zu kaufen den ÖPNV nutzen.

Auch der Verzicht auf einen Abriss des alten Hauses und einen Neubau spart viel CO2, denn in einem neuen Haus steckt viel "graue Energie", die sich durch die Einsparungen oft erst in 30 bis 50 Jahren amotisiert hat und solange das Klima massiv belastet.

Beipiel:

Flug Frankfurt/Main - Dominikanische Republik rund 7.600 km Luftlinie, hin und zurück 15.200 km, das sind bei 3,5 Liter auf 100 km pro Person im Langstreckenflugverkehr rund 532 Liter, bei 2 Personen 1064 Liter und bei einer 4-köpfigen Familie 2128 Liter Kerosin, das wären in etwa der Verbrauch einer Ölheizung in einem Jahr eines normalen Einfamilienhauses.

Wenn eine 4-köpfige Familie auf den Flug in die Dominikanische Republik verzichtet, dann ist ihre Ölheizung sozusagen "klimaneutral" im Vergleich zum Passivhausbesitzer. Und wenn die Familie auf einen Neubau verzichtet und im alten Haus mit Ölheizung wohnen bliebt, dann ist sie sogar viel klimafreundlicher als der neue Passivhausbesitzer, der jährlich mit der Familie in die Dominikanische Republik fliegt.

Was ich damit sagen will - nicht jeder der alles auf "klimafreundlich" trimmt, weil er das Geld dazu hat, und sich dafür feiern lässt, ist unterm Strich auch klimafreundlich, denn dazu muss man das Ganze betrachten und da sind oft die ganz besonders Gutbetuchten mit "angeblich grünen Mäntelchen"  die größten Klimasünder.

Mein Fazit:

Wer das nötige Geld hat, der kann noch staatliche Zuschüsse beantragen und verbilligte Kredite in Anspruch nehmen, und etwas für den Klimaschutz tun. Einige der Investitionen rechnen sich über einen Zeitraum von 15 bis 25 Jahren durch Einsparungen bei den Energiekosten und sollten in Erwägung gezogen werden.

Wer aber kein Geld für große energetische Sanierungen hat, der sollte sich nicht schlecht fühlen, weil er keine Wärmepumpe einbaut, sein Haus nicht in Styropor einpackt und sich kein E-Auto kauft. Auch im alten Haus mit Gas oder Öl, mit ÖPNV statt E-Auto und Verzicht auf Urlaubsflüge tut man viel für den Klimaschutz.


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