E-Autos und Ladestrom - teuer und knapp

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E-Autos und Ladestrom - teuer und knapp

WindSolarMobil - Infos zur Energie- und Verkehrswende
Veröffentlicht von Daniel Wurst in Verkehrs­wende · 5 Juni 2023
E-Autos und Ladestrom sind teuer, zum Einem gibt es kaum preiswerte E-Autos und zum Anderen sorgen hohe Strompreise für hohe Ladekosten, so dass es kaum Preisvorteile gegenüber Benzin und Diesel gibt.

Und da die Energiewende von der Politik behindert wurde und auch der Netzausbau nicht voran kommt, könnte es beim Ladestrom in der Zukunft knapp werden und die Netzbetreiber gezwungen sein, den Ladestrom zeitweise zu begrenzen oder abzuschalten.

Wenn im Winter Millionen von Haushalten mit Wärmepumpen heizen sollen bzw. wollen, dann müssen viele Kohle- und Gaskraftwerke für den Strom sorgen, was nicht nur sehr klimaschädlich ist, sondern bei den überlasteten Stromnetzen auch zu Stromabschaltungen von Wärmepumpen und Ladesäulen führen dürfte.

Beim gegenwärtigem Ausbaustand von PV- und Windkraftanlagen sowie Stromnetzen kann ein klimafreundlicher Betrieb von E-Autos und Wärmepumpen gar nicht gewährleistet werden, von den hohen Kosten für die Bürger ganz abgesehen.

Die lange behinderte Energiewende von Lobbyisten und Politikern fällt uns jetzt auf die Füße.

Der Traum vom billigen russischen Gas und Erdöl ist ausgeträumt und kam uns teuer zu stehen, finanziell und sicherheitspolitisch. Wir werden also jetzt viel Geld in Sicherheit und Klimaschutz gleichzeitig investieren müssen, da wir bei der Energiewende um Jahrzehnte zu spät dran sind.

Was also machen?

Vor allem hoffen, dass der Krieg in der Ukraine bald beendet ist und China keinen Krieg gegen Taiwan anfängt, denn dann gibt es keine Chips aus Taiwan und keine Akkus sowie wichtige Komponenten und Rohstoffe aus China mehr, so dass die Energie- und Verkehrswende in der EU nur noch auf Sparflamme läuft.

Vielleicht schafft es dann die Politik den ÖPNV und den Schienenfernverkehr auszubauen, damit wir auch ohne E-Autos klimafreundlich und resourceschonend in Deutschland und in der EU unterwegs sein können. In der Stadt und im Umland dürfte es dann mehr Radwege und Radfahrer geben, denn ein Fahrrad und kleine Akkus sparen viel Material und Energie bei Herstellung und Betrieb.

Persönliches

Ich bin ja schon seit einigen Jahren ohne Auto und werde mir vorerst auch keines kaufen, auch kein E-Auto, denn die kurzen Strecken kann ich zu Fuß oder mit den ÖPNV zurücklegen, da wäre selbst ein Pedelec mit Dach oder ein günstiges Elektroleichtfahrzeug noch zu viel und zu teuer.

Mein Fazit

Die seit vielen Jahren behinderte Energiewende der Politik wird die Bürger noch viel Geld kosten, entweder durch hohen Stromkosten oder hohe Investitionen in PV-Anlagen, Gebäudesanierungen und Wärmepumpen, um auf die eine oder andere Art unterm Strich mit ihrem Einkommen aus zu kommen, wobei keiner so recht weiß wohin der Zug fährt.

Wer genug Geld hat - das scheinen viele zu sein, den immer größeren werdenden Autos nach - der kann in Energiesparmaßnahmen investieren und den teuren Autokauf um einige Jahre verschieben.

Infos zum Thema in diesen YouTube Videos:
1) Teure E-Autos 2023: Klappt die Verkehrswende? | Plusminus SWR
>> https://www.youtube.com/watch?v=LNQuc6HcibM
2) Bleibt der Strompreis hoch oder steigt er gar? | Plusminus SWR
>> https://www.youtube.com/watch?v=8WiI7kHBdlY


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